25. Mai 2017

[Rezension] "Der Schwarze Thron - Die Schwestern" von Kendare Blake

Autor: Kendare Blake
Originaltitel: Three Dark Crowns
Deutscher Titel:
Die Schwestern
Erscheinungsdatum:
9. Mai 2017
Preis: 14,99 € (Amazon)(Verlag)
Seiten:
448 Seiten
Verlag:
Penhaligon
Reihe:
Der Schwarze Thron #1


Für dieses Buch bedanke ich mich bei *Penhaligon*!
Auf d
em Inselreich Fennbirn werden Königinnen als Drillinge geboren, jede mit einer anderen Gabe, doch nur eine von ihnen kann den Thron besteigen...
Das Beltanefest und das darauffolgende Jahr des Aufstiegs rücken immer näher. Dort müssen die Schwestern sich beweisen, um zu überleben und die anderen zu übertreffen ...
Katherine ist eine Giftmischerin, und da ihre Gabe sich noch nicht zeigt, ist sie ständig den Giftstoffen ausgesetzt und schwebt in ständiger Gefahr. Großer Druck lastet auf ihr, denn die letzten drei Königinnen waren allesamt Giftmischerinnen.
Auch Arsinoes Gabe hat sich noch nicht entwickelt: Als eine Naturbegabte sollte sie Pflanzen beherrschen können und einen mächtigen tierischen Begleiter haben, aber da das bisher nicht passiert ist, glaubt niemand an ihr Überleben.
Allein Mirabella beherrscht ihre Elementwandler Kräfte und beschwört Stürme und Feuer. Der Tempel unterstützt sie, da sie die stärkste Anwärterin zu sein scheint. Doch Mirabella fällt es schwer, ihre Schwestern als Feinde zu sehen...

Cover und Titel
Beim *englischen Cover* gefällt mir zwar, dass es drei unterschiedliche Kronen sind und das zum Titel "Three Dark Crowns" passt, was auch wieder zum Inhalt passt. Am deutschen Cover habe ich eigentlich nichts zu kritisieren, aber die Krähen haben nichts mit dem Inhalt zu tun, obwohl es durch die schwarzen Motive natürlich düsterer wirkt. An der Krone mag ich, dass da mit den drei Tieren - Pferde, Bären und Schlangen - mehr oder weniger die drei Gaben dargestellt werden und dass die Cover der beiden Bücher sich zu einer ganzen Krone zusammensetzen - und auf dem Buchrücken ist das auch so!

Protagonisten
Katharine wird seit Jahren mit Gift gefüttert, denn Giftmischer sind gegen Gifte immun. Aber Katharine ist es eben nicht, was aber möglichst geheim bleiben soll, denn wenn sie ihre Schwestern besiegen möchte, muss sie stark sein. Die Gifte, die sie immunisieren sollen, schwächen aber ihren Körper, sie ist dünn und schlaff, aber sie gibt nicht auf. Da sie nun keine richtigen Stärken hat, soll Pietyr ihr beibringen, wie sie die Freier bezirzen kann, damit diese sich von ihren Schwestern abwenden.
Katharine war mir nicht ganz so sympathisch wie die anderen beiden Schwestern, da sie distanzierter ist. Ihr Schicksal fand ich am Anfang besonders krass, aber dann war es bei ihr sehr ruhig.

Arsinoe steht im Schatten ihrer Freundin Jules, die quasi alles hat, was ihr fehlt, und obwohl sie so in ihrem Schatten steht, ist sie nicht wirklich neidisch, eher ärgert sie sich über sich selbst. Arisnoe ist wild und impulsiv, die Freier sind ihr egal, aber ihre Familie - also die Familie, der man sie als Kind übergeben hat, nicht ihre leiblichen Schwestern - ist ihr sehr wichtig. Sie selbst ist angesichts ihrer Machtlosigkeit auch hoffnungslos. Ich habe sie ins Herz geschlossen, weil sie so miesepetrig, wild und ehrlich ist.

Mirabella ist die einzige, die ihre Gabe auch unter Kontrolle hat und viele gehen daher davon aus, dass sie ihre Schwestern als erste ausschalten wird  und legen ihre Hoffnungen in sie. Der Tempel will sich ihren Einfluss sichern und schlägt sich auf die Seite dieser stärksten Kandidatin. Eigentlich könnte es einfach für sie sein, wären da nicht diese Albträume. Obwohl sie schon mit sechs Jahren von ihren Schwestern getrennt wurde, was schon zehn Jahre zurück liegt, träumt sie noch von ihnen, meistens geht es dabei um ihren Tod. Mirabella weiß zwar nicht, was aus ihnen geworden ist, aber die Erinnerung an ihre wilde Schwester Arsinoe und die liebe kleine Katharine machen ihr das Leben schwer. Schließlich erwartet man von ihr, dass sie beide eines Tages töten wird.
Mirabella hat mehr als die anderen mein Mitgefühl geweckt, weil diese Last sehr schwer für sie war und sie am meisten an ihrem Schicksal litt.

Andere Charaktere
Da die Handlung an drei verschiedenen Orten spielt, gibt es auch entsprechend viele Charaktere. Ich fand da viele gut ausgearbeitet und bin gespannt, wie es mit ihnen weitergeht. Manche wurden nur erwähnt, aber ich rechne damit, sie noch kennenzulernen.
Wenn ich jetzt beginnen würde, zu allen Charakteren etwas zu sagen, die eine wichtige Rolle spielen, dann würde man ja schon fast den ganzen Inhalt kennen. Jedenfalls hat jede der drei Königinnen wichtige Unterstützer, die auch alle Reigster ziehen, damit ihre Königin die anderen beiden besiegt. Dabei schrecken sie vor kaum etwas zurück. Diese Leute tun mehr als die Schwestern, um ihre Ziele zu erreichen.

Handlung und Schreibstil
Ich fand diese Königinnen-Sache in Fennbirn zwar cool, aber einige Punkte konnte ich gar nicht nachvollziehen, oder ich brauche in der/den Fortsetzung(en) noch mehr Informationen dazu.
Zum Beispiel folgendes: Wenn die alte Königin neue Königinnen gebärt hat, verlassen sie und ihr Prinzgemahl die Insel und ziehen aufs Festland, ab diesem Zeitpunkt regiert der Rat, bis die Königinnen alt genug sind, um die anderen auszuschalten. Warum kann die alte Königin nicht länger regieren?
Und die Freier kommen vom Festland. Es wird gesagt, dass Königinnen keinen Vater haben, und ihr Mann ist auch  nur Prinzgemahl, hat also nicht so viel zu sagen wie ein König. Warum spielt es also eine Rolle, wer die Freier sind? Warum das Ganze?
Viele Dinge basieren auf Traditionen und werden durch Magie verursacht. Ich muss sagen, manchmal habe ich nicht mal genug Fragen gestellt, oder einfach nicht die richtigen Fragen ;)
Das waren so zwei Punkte, die ich ziemlich komisch fand, aber sonst fand ich das Konzept echt klasse! Es lässt auf jeden Fall viel Spielraum und ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung, da zum Ende noch viele große Dinge passiert sind, die eine drastische Veränderung verkünden!

"Der Schwarze Thron - Die Schwestern" hat mir ausgesprochen gut gefallen! Die Schicksale der Schwestern gingen mir alle sehr nah und auch alle anderen Charaktere waren überzeugend. Die magische Insel Fennbirn konnte mich begeistern und in ihren Bann ziehen. Ich freue mich auf die Fortsetzung!

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